Erläuterungen Lehrplan

Nachfolgend finden Sie inhaltliche Auszüge und Erläuterungen zum Lektionenplan am KV College © für die kaufmännische Ausbildung und die Ausbildung im Detailhandel. Die Fächer sind als Lernbereiche gruppiert und werden – im Sinne einer bestmöglichen Vernetzung – integrierend fächerübergreifend unterrichtet.

Erste Landessprache Deutsch

Grammatikalische Grundbegriffe, Satzzeichen, Rechtschreibung, Wort- und Satzstilistik, Wortschatz, Nachschlagewerke, Aufsätze aus dem eigenen Erlebnisbereich, Diktate. Repetition und Vertiefung der Grammatik, Rechtschreibung, Stilistik und Wortschatz, Kurzvorträge, Sachtexte aber auch literarische Texte verfassen und interpretieren. Übersicht über die Leistungsziele

  • Grundlagen der Sprache kennen und anwenden 
  • Texte verstehen und Textabsicht erkennen 
  • Texte zielorientiert verfassen 
  • Gehörtes und Gesehenes verstehen und Absicht erkennen 
  • Inhalte präsentieren und vertreten 
  • Mit Medien umgehen

Zweite Landessprache Französisch (Wahlpflichtfach) 1) 2) 3)

Verbesserung und Erweiterung zuvor erworbener Sprachkenntnisse, Repetition der Grammatik, Verstehen von Äusserungen aus dem privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Alltag, Lektüre mit Einblick in Leben und Kultur des französischen Sprachgebietes, Übersetzungen, Diktate, Zusammenfassungen. Der Unterricht erfolgt sukzessive aufbauend in französischer Sprache.

1) Studierende mit Abschlussziel «Handelsdiplom VSH» besuchen den Französisch-Unterricht als Freifach.

2) Studierende mit Abschlussziel «KV B-Profil» und «Detailhandelsfachfrau / Detailhandelsfachmann mit eidg. FZ» können im 1. Jahr (bis Bürofachdiplom VSH) auf Wunsch «Französisch» belegen. Ab 2. Schuljahr entfällt der Unterricht.

3) Studierende mit Abschlussziel «KV E-Profil» belegen «Französisch» als Pflichtfach.

Die generellen Leistungsziele für Fremdsprachen lauten:

Grundlagen der Fremdsprachen kennen und anwenden sowie mündliche und schriftliche Informationen ...

  • austauschen (Interaktion) 
  • verstehen (Rezeption) 
  • geben (Produktion) und
  • weiterleiten (Mediation)

Englisch

Einführung in die englische Sprache, Satzaufbau, Grammatik, Zeitformen, Verstehen von Äusserungen aus dem privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Alltag, Lektüre mit Einblick in Leben und Kultur des englischen Sprachgebietes, Diktate, Benützung eines zweisprachigen Wörterbuches. Repetition und Erweiterung der Grammatik, Übersetzungen, Konversation und Rollenspiele, Schulung des Hör- und Leseverständnisses. Der Unterricht erfolgt sukzessive aufbauend in englischer Sprache. Leistungsziele analog Französisch.

IKA Information, Kommunikation, Administration

Textverarbeitung am PC, Zehnfinger-Blindschreibmethode, Schnellschreiben, Schriftstücke und Briefe formgerecht darstellen und inhaltlich, sachlich korrekt und in stilistisch einwandfreier Sprache abfassen, Sekretariatskorrespondenz führen und einfache Werbebriefe, Inserate usw. texten. Tabellen und Formulare einrichten, elektronische Kommunikationsmittel beherrschen und die Grundlagen für eine optimale Informationsverarbeitung im Unternehmen kennen.

Hier die Leistungsziele in der Übersicht:

  • Aktuelle Technologien einsetzen 
  • Kommunikationsformen, -mittel und -techniken einsetzen 
  • Grundkenntnisse der Ergonomie und Ökologie 
  • Dokumentieren und Archivieren 
  • Wirtschafts- und Fachsprache (Deutsch) anwenden

Informatik-Zertifikat (ECDL, SIZ)

Der professionelle Umgang mit dem PC ist zentraler Bestandteil einer guten kaufmännischen Ausbildung. Als Nachweis dieser Qualifikation und in Ergänzung zum VSH-, KV oder Detailhandelsdiplom absolvieren unsere Studierenden die Prüfungen für ein anerkanntes Informatikanwender- Zertifikat (ECDL, SIZ).

Wir empfehlen, dass die Studierenden ausserhalb der Schule – im Idealfall Zuhause – Zugang zu einem Übungs-PC mit aktueller Software haben (Microsoft Office™).

W+G Wirtschaft und Gesellschaft

Integrativer Unterricht von Rechnungswesen, Betriebskunde, Rechtskunde und Staatskunde, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsgeographie mit folgenden Lernzielen:

  • Voraussetzungen der Weltwirtschaft verstehen und Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Mitwelt erkennen 
  • Eigenart und Probleme von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erkennen und verstehen 
  • Betriebswirtschaftliches Umfeld umschreiben, Handlungsmöglichkeiten aufzeigen 
  • Rechnungswesen anwenden und als Führungsinstrument verstehen 
  • Rechtliche Strukturen und Abläufe in den Alltag integrieren

Detailhandelskenntnisse (für Ausbildung Detailhandel)

Detailhandelsfachleute (Abschlüsse Detailhandelsfachfrau / Detailhandelsfachmann) verstehen kundenorientierte Beratung und freundliche Bedienung als entscheidende Erfolgsfaktoren des Betriebes. Sie können erfolgreich ein Verkaufsgespräch führen und verfügen über grundlegende Produkte- und Sortimentskenntnisse. Sie kennen die Grundlagen des Warenflusses, der Warenbewirtschaftung und der Warenpräsentation sowie die betriebsbezogenen Systeme. Im dritten Bildungsjahr richtet sich die Ausbildung nach der hauptsächlichen Ausrichtung des Betriebes, die auch die Wahl des Schwerpunktes Beratung oder des Schwerpunktes Bewirtschaftung bestimmt.

Damit die Studierenden im Hinblick auf das Jahrespraktikum möglichst frei einsetzbar sind, besuchen sie im 3. Schulsemester sowohl den Unterricht der Vertiefungsrichtung Beratung als auch Bewirtschaftung. (Da die kantonale Bildungsbewilligung in Luzern sich im laufenden Prozess befindet, wechseln Studenten der HSO Luzern ab dem 3. Semester an die HSO Zürich)

Allgemeine Branchenkunde

Grundlagen der Verhandlungskundekenntnisse.

LAP-Vorbereitung

Vernetzung der Kenntnisse aus Schule und Praktikumseinsatz mittels Fall- und Prüfungstrainings.

Ausbildungseinheiten (AE)

Während 10–30 Lektionen bearbeiten die Studierenden grössere, fächerübergreifende Themen. AE zielen auf die integrierte Förderung von Sozial- und Methodenkompetenzen, selbständiger Arbeit und vernetztem Denken.

Bei Ausbildungseinheiten hat jede/r Studierende ein so genanntes Lernjournal zu führen. Dieses dient der selbstständigen Überprüfung (Reflexion) der eigenen Arbeit. AE werden benotet und zählen zu den Abschlussprüfungen. Siehe auch Rubrik «Prozesseinheiten (PE)».

Selbstständige Arbeit (SA)

Im letzten 6. Schulsemester erstellen die Studierenden – gestützt auf den Leistungszielkatalog – eine SA; und zwar aus den Lernbereichen Wirtschaft und Gesellschaft, Information - Kommunikation - Administration oder Muttersprache. Die Arbeit ist nach Erteilung innerhalb von zwei Monaten abzugeben. Die Studierenden können aus mehreren Aufgabenthemen auswählen und diese auch als Gruppenarbeit erstellen.

Freifächer Sprachdiplome DELF oder CFP (Französisch) und BEC1 (Englisch)

Das DELF (Diplôme d’études en langue française) und das BEC (Business English Certificate Cambridge University) sind anerkannte Sprachdiplome und verfügen über ein hohes internationales Ansehen. Unsere Studierenden haben die Möglichkeit sich gezielt auf diese Abschlüsse vorzubereiten. Inhaber/ innen eines höheren DELF- bzw. eines BEC Abschlusses können sich von den betreffenden Sprachprüfungen an der LAP dispensieren lassen.

Sportlager

Als behördlich anerkannte Berufsfachschule organisiert die HSO ein Sportprogramm, welches im Rahmen eines Sportlagers im 2. Schulsemester (anfangs Juni) geführt wird. Die Teilnahme an diesen Sportveranstaltungen ist für alle Studierenden, welche einen eidgenössischen Abschluss anstreben, obligatorisch. Das Rahmenprogramm sieht vor, dass neben körperlichen Aktivitäten auch schulische, soziale und kulturelle Themen angegangen werden. Reise, Spesen, Kost und Logis gehen zulasten der Teilnehmenden.

Jobfinder

Unter dem Titel «Jobfinder» organisiert die HSO ein spezielles Projekt, welches die Studierenden im letzten Schulsemester auf die erfolgreiche Stellenfindung vorbereitet. Neben dem Erstellen des eigenen Persönlichkeitsprofils, steht auch das Erkennen eigener, ausserschulischer Neigungen und Talente im Vordergrund. Die eigenen Kompetenzen zu erkennen und im Rahmen eines Bewerbungsprozesses konstruktiv einzubringen, ist für junge Erwachsene eine schwierige Aufgabe.

Finanzielle Regelung Freifächer

Unterricht und Betreuung durch die HSO sind im regulären Schulgeld mit eingeschlossen. Die Prüfungs- und Diplomgebühren für die Freifächer, sowie allfällige Auslagen für Reise, Kost und Logis gehen zulasten der Teilnehmer/innen.

Überbetriebliche Kurse (ÜK)

ÜK entsprechen den vom Berufsbildungsgesetz festgelegten Kursen. Während der dreijährigen Ausbildungszeit finden insgesamt vier ÜK zu 2–4 Tagen statt.

Arbeits- und Lernsituationen (ALS)

ALS ersetzen die bisherigen Semester-Qualifikationen im Betrieb. Die/der Vorgesetzte beurteilt aufgrund von vorgegebenen Gesichtspunkten die Leistung und das Verhalten der Praktikantin bzw. des Praktikanten am Arbeitsplatz. ALS sind vergleichbar mit Zielvereinbarungsgesprächen in der Arbeitswelt. Ergebnis der Bewertung sind ein kurzer Ausbildungsbericht und eine Note, welche ins Lehrabschlussergebnis einfliessen.

Prozesseinheiten (PE)

Die Studierenden beschreiben und analysieren während dem Praktikum betriebliche Arbeitsabläufe, fassen diese zu einer Dokumentation zusammen und führen ein Lernjournal, siehe Rubrik «Ausbildungseinheiten (AE)». Mit dieser Arbeit soll das bereichsübergreifende Denken und Handeln gefördert werden. PE werden benotet und zählen als Teilnote zu den Abschlussprüfungen.

Sprachaufenthalte

Die Beherrschung der Fremdsprachen E/F ist wichtiger Bestandteil einer beruflichen Grundausbildung.

Wie kann eine Fremdsprache am effektivsten erlernt oder verbessert werden? Ein Sprachaufenthalt im Ausland garantiert schnelle und bleibende Lernfortschritte. Unser Partner Eurocentres unterrichtet Sprachen an 29 Schulen weltweit. Das spezielle Kursangebot, sowie der individualisierte Unterricht welches Eurocentres unseren Studierenden in Frankreich und England anbietet, umfasst allgemeine Sprachkurse und spezifische Prüfungsvorbereitungskurse für die KV-Abschlussprüfung. Die Stiftung Eurocentres gehört zum Migros Kulturprozent. Die Gewinne fliessen in die Infrastruktur und in die ständige Weiterentwicklung des Fremdsprachenunterrichts zurück. Deshalb bietet der HSO Partner Eurocentres immer höchste Qualität in allen Bereichen. Wir empfehlen unseren Studierenden nach Möglichkeit ins Sprachgebiet zu reisen. Die Buchung und Organisation des gemeinsamen Programms und der Anreise erfolgt über das Schulsekretariat des KV College ©.

Diplom- und Lehrabschlussprüfungen

Als anerkannte Berufsfachschule ist das KV College © der HSO berechtigt, sämtliche schulischen Prüfungen inhouse abzunehmen. Damit können die Studierenden alle Prüfungen in ihrer gewohnten Umgebung ablegen.

Weiterverwenden
Drucken Downloaden Teilen
Downloads
Broschüre KV College für Kaufmännischer Vorkurs, 10. Schuljahr, Bürofachdiplom VSH, Handelsdiplom VSH, Kaufmann / Kauffrau B-Profil, Detailhandel mit eidg. FZ und KV LAP Kurs und Infos zu Praktikum
Broschüre zum Download
Lektionenplan KVC
Live-Chat
E-Mail senden Kontakt Live-Chat E-Mail an HSO Zürich schreiben E-Mail an HSO Thun schreiben E-Mail an HSO Bern schreiben E-Mail an HSO Basel schreiben E-Mail an HSO Luzern schreiben E-Mail an HSO St.Gallen schreiben Kontakt Live-Chat E-Mail an HSO Zürich schreiben E-Mail an HSO Thun schreiben E-Mail an HSO Bern schreiben E-Mail an HSO Basel schreiben E-Mail an HSO Luzern schreiben E-Mail an HSO St.Gallen schreiben