Unser HSO Hermes

Unser Hermes aka Hermy als Comic

Hermes (röm. Mercurius) ist Sohn des Zeus und der Nymphe Maia. Er ist auf der Kyllene in Arkadien geboren (daher sein Beiname Kyllenios).

Hermes erscheint in den antiken griechischen Sagen in unterschiedlichen Rollen und als Schutzgott für verschiedene Bereiche. Am bekanntesten ist er uns wohl in seiner Rolle als Götterbote und als Schutzgott des Handels und des Marktes, als Schutzgott der Kaufleute. Als immer einen Ausweg Findender war er ebenfalls der Gott der Redekunst und des Denkens und als solcher Schutzgott der Schulen. Im Weiteren schrieb man ihm als Gott des Glückes den nach ihm genannten Glücksfund (Hermaion) zu.

Als Gott der Herden förderte er das Wachstum der Tiere. Er wurde deshalb oft mit einem Widder auf den Schultern dargestellt. Hermes war Gott im Steinhaufen, in dem sich ein aufgerichteter Stein oder eine Herme (künstlerisch gestaltete Säule) befand.

Da die Steinhaufen als Wegmarkierung verwendet wurden, war Hermes auch Gott der Wege, Schutzherr der Wanderer, und wurde selbst mit Reisehut und Flügelschuhen abgebildet.

Hermes war der schnelle Götterbote. Er geleitete die Götter und erledigte für sie Botendienste. Zeus nannte ihn seinen eigenen Boten und machte ihn zum Vermittler zwischen dem Olymp und der Unterwelt. Unter dem Namen Hermes Psychopompos (Seelengeleiter) führte er die Verstorbenen in die Unterwelt. Als Herold (Verkünder, Ausrufer) trug er einen Heroldstab. Dieser Stab, eigentlich ein Zauberstab, diente ihm auch zum Einschläfern. Daher galt Hermes auch als Gott des Schlafes und der Träume. Und schliesslich war Hermes auch der schlaue Gott der Diebe und Betrüger, der seinen Sohn Autolkyos das Stehlen lehrte.

Die Sage

Nach Homer wurde er früh am Morgen geboren. Noch am Tage seiner Geburt befreite sich Hermes von den Tüchern, mit denen Maia, seine Mutter,  ihn umwickelt hatte und stieg aus dem Sieb, das ihm als Wiege diente. Darauf stahl er die Rinder seines Bruders Apollon, der im Auftrag von König Admetos Rinderhirte in Thessalien war. Hermes trieb fünfzig junge Rinder rückwärts von der Weide. Nach einer anderen Version schnürte Hermes Myrtenzweige um ihre Hufe. Er trieb sie die ganze Nacht über an und führte sie nach Pylos, wo er sie in einer Höhle versteckte. Der Hirte Battos hatte ihn beobachtet, versprach ihm aber zu schweigen. Hermes verwandelte ihn prompt in einen Stein, als er entdeckte, dass der Hirte sein Versprechen gebrochen hatte. In Pylos opferte der kleine Dieb zwei seiner schönsten Tiere, die er in zwölf Stücke zerlegte, um davon jedem olympischen Gott, ihn selbst inbegriffen, ein Stück darzubringen. Danach machte er sich wieder auf den Weg nach Kyllene.

Am Eingang seiner Höhle stiess er auf eine Schildkröte und machte aus ihr ein Musikinstrument. Er höhlte den Schild aus, befestigte daran zwei Rohre und sieben aus Rindereingeweiden gewonnene Saiten. Nachdem er die Lyra erfunden hatte legte er sich wieder in die Wiege und harrte der weiteren Ereignisse.

Der bestohlene Apollon liess nicht lange auf sich warten. Er hatte mit Battos gesprochen und beschwerte sich bei Maia über den erlittenen Verlust. Er drohte, den kleinen Dieb in den Tartaros, in die Unterwelt, zu werfen, falls dieser das Versteck seiner Beute nicht verraten würde. Die Mutter zeigte ihm den noch in den Windeln liegenden Sohn und sagte, dass ein neu geborenes Kind doch nicht eines Viehdiebstahls beschuldigt werden könne. Doch Apollon liess sich nicht betrügen, packte Hermes und führte ihn zum Olymp, wo er ihn vor Zeus des Diebstahls bezichtigte. Der belustigte Zeus befahl dem Knaben, das gestohlene Vieh zurückzugeben, doch Hermes weigerte sich. Der Friede zwischen Hermes und Apollon wurde schliesslich dadurch besiegelt, dass Hermes seinem älteren Bruder für die Rinderherde die Lyra schenkte.

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